Spiele(nd) erzählen – Stefan Schubert spricht über die Narrativität von Videospielen

Videospiele erzählen Geschichten – Erzählungen werden durch das Spiel erleb- und gestaltbar. Storytelling ist stark in Mode, nicht nur im Marketing. Auch wenn es immer noch viele Spiele gibt, die ihr Potenzial als narrative Medien verschenken, gab es in letzter Zeit große Fortschritte auf diesem Gebiet. Worin genau das narrative Potenzial besteht und wie sich die Möglichkeiten es zu entfalten in Spielen verfeinert haben, das erforscht Stefan Schubert. Wir freuen uns sehr, dass er am 11. Mai in seinem Vortrag aus seinem Erzählkästchen plaudert und uns einen Einblick gibt, in narrative Strukturen von Videospielen.

Im Rahmen des SpielKulturLabors wird Stefan einem narrativen Ansatz ganz besonderes Augenmerk verleihen: dem Environmental Storytelling bzw. räumlichem Erzählen. Bei diesem geht es darum, wie Videospiele interaktive räumliche Darstellungen nutzen, um damit sinnstiftende Inhalte zu erzeugen, die wiederum die Spielenden als Teil einer Narration wahrnehmen. Wie die Räumlichkeit genutzt wird und wie sinnstiftende Inhalte aussehen können, wird Stefan beispielhaft anhand verschiedener räumlich-narrativer Umsetzungen zeigen. Sein Anschauungsmaterial dazu sind einerseits AAA-Spiele, wie die BioShock- und Souls-Reihe, und andererseits auch bekannte Indie-Spiele, wie z.B. The Long Dark.

Stefan Schubert ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Amerikanistik der Universität Leipzig. Er hat 2018 mit einer Arbeit zu “narrativer Instabilität” in zeitgenössischer US-amerikanischer Populärkultur promoviert, in der er u.a. die intermedialen erzählerischen Verknüpfungen zwischen Filmen, Fernsehserien und Videospielen untersucht hat.

Twitter: @stschub
Website: https://americanstudies.uni-leipzig.de/faculty/schubert