My Brave Voice — die Kraft der Stimme

Mit dem SpielKulturLabor wollen wir Spielen einen Ort geben, an dem sie nicht nur gespielt werden, sondern auch in ihren anderen Facetten stattfinden können. Ein Spiel, dass insbesondere das soziale Potenzial des Spielens exploriert, ist “My Brave Voice” von Patrick Eckardt.

„My Brave Voice“ widmet sich dabei einem ganz brisanten und leider auch oft tabuisierten Thema: Mobbing an der Schule. In einer Aneinanderreihung von Minispielen wird dabei dieses Thema auf sehr unterschiedlichen Ebenen beleuchtet: Man kann über Hausdächer springen, mit einem Freund in einer Geheimsprache reden, durch eine Traumwelt fliegen, auf einer Brücke den Tod abwehren, über Baumstümpfe durch den Wald springen und durch einen Schulhof schleichen. Dabei nutzt „My Brave Voice“ — wie der Titel schon erahnen lässt – eine ganz besondere Eingabemethode: die eigene Stimme. Denn gesteuert werden die Spiele allein durch die Lautstärke des Spielenden, der durch ein Mikrofon spricht —  ruft — schreit. Mobbing wird damit nicht nur aus einer beobachtenden Perspektive wahrgenommen, sondern zugleich zu einer körperlichen Erfahrung.

Patrick Eckardt kam durch die Teilnahme an Game Jams, wie dem Ludum Dare, erstmals zur Spieleentwicklung. Derzeit studiert er Multimedia|VR-Design an der Burg Giebichenstein. Hier hat er 2018 die Entwicklung des Spiels “My Brave Voice” begonnen, wobei diese noch nicht abgeschlossen ist. Wer auf weitere Spiele von Patrick neugierig ist, schaut einfach mal bei https://norrimo.itch.io/ vorbei.

Twitter: @NORRIMO