Fühlend Spielen – co-dot von Judith Hanke

Eine weitere Spieleentwicklerin, die wir mit einem neuen Eingabekonzept in unserem SpielKulturLabor begrüßen, ist Judith Hanke. Judith Hanke studiert an der Burg Giebichenstein Halle im Bereich Multimedia / VR-Design.

In ihrer Arbeit interessiert sie sich besonders für die Schnittstelle zwischen Virtualität und Realität — der Bereich, wo sich digitale und analoge Welt treffen, sich überschneiden, verschmelzen, anziehen, abstoßen und inspirieren. Sie bringt ihr Spiel “co-dot” mit zur Langen Nacht der Computerspiele. In diesem testet sie insbesondere den Grenzbereich zwischen der immateriellen und haptischen Welt aus und schafft damit ein Spielerlebnis der besonderen Art.

Entgegen der Gewohnheit, mit Knöpfen, Reglern und Controllern zu steuern, halten die Spielenden bei “co-dot” ein weiches Stück Stoff in der Hand. Auf dem Stoff befinden sich bunte Punkte, die in bestimmten Kombinationen verbunden werden müssen, in dem man sie aufeinander legt. Im Laufe des Spiels muss der Spielende schneller werden. Stoff wird zu einem haptisch reizvollen, ungewohnten Spielcontroller. Man muss ihn untersuchen, bewegen, knautschen, knittern, falten und wieder glatt streichen. Der Controller ist nicht mehr nur leblose Schnittstelle zwischen Händen und Computer, sondern wird zum lebendigen Mittelpunkt eines vielschichtigen und lustvollen Spiels.